stop. ein #aufschrei.

lesenswert: ein sehr leidenschaftlicher und durchaus wahrer artikel von kiki.

hier ein auszug:

[...] Frauen, die laut und deutlich „nein!“ sagen, müssen sich fragen lassen ob sie frigide sind, ob sie lesbisch sind, ob sie verheiratet sind oder gerade ihre Tage haben – das eigene Ego des Angreifers ist so riesig aufgeblasen, daß kein Platz ist für den Gedanken, er selbst sei vielleicht einfach nur ein jämmerliches Stück Scheiße und wenig attraktiv für 99,2% aller Frauen, die er auf diese Weise anmacht. [...]

ich musste dabei an dieses foto denken:

der dazugehörende twitter-hashtag #aufschrei ist beängstigend, berührend und aufrüttelnd. mich macht er sprachlos, lässt mich wütend und machtlos zurück.

ich spreche nicht gerne über das thema ‘sexismus im alltag’ und mache auch grundsätzlich eher einen bogen um gender- oder feminismus-diskussionen. für mich sind diese themen eng miteinander verwoben und meist führen solche diskussionen von einem thema über das andere hin zu jenem und wieder zurück. meist sind diese gespräche außerdem unreflektiert, werden unsachlich, vermengen unlogische schlussfolgerungen mit persönlichen ansichten und oft auch mit persönlichen angriffen.

ich bin es leid.

vor einigen jahren habe ich in solchen diskussionen noch gerne mitgemischt, immer leidenschaftlich und immer voll bei der sache. dass es bei feminismus nicht nur um rechte von frauen geht, sondern daraus folgend auch um mehr freihehit für den mann und das gleichberechtigte teilen von verantwortung, woraus sowas wie humanismus entstehen kann, wurde nicht verstanden. dass emanzipation als allgemeingültiger begriff für das unabhängig/selbstständig-werden, oder anders für ‘eigenständigkeit erhalten’, einer person oder einer gruppe steht, hat ebenfalls niemand begriffen. auch dass wir frauen die männer nicht unterdrücken wollen oder nicht die herrschaft an uns reißen wollen, wurde nicht verstanden. nein, es ging um ‘lilafarbene latzhosen’, um besitzstandsdenken und um das bewahren von vorurteilen.

es ist ermüdend. es ist anstrengend. es ist oftmals hoffnunglos.

aber die sache an sich ist es wert. daher: weitermachen.

edit: hier noch weitere lesenswerte artikel anderer intelligenter menschen.

- zwischen arschklaps und #aufschrei. von diemutti

- besser spät als nie: die sexismus-debatte. von happyschnitzel

- wie lappalien relevant werden. von antje schrupp

- danke, opa. von picki

- ohne worte. ein #aufschrei. von littlejamie

- es geht nicht um mich. von kaltmamsell

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2 Gedanken zu “stop. ein #aufschrei.

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