tage wie dieser.

es gibt tage, da schaffe ich nichts. da habe ich gerade noch kraft aufzustehen und mich anzuziehen. der nächste schritt geht dann aufs sofa. keine motivation etwas für die uni, für eventuelle bewerbungen oder für den haushalt zu machen. ich empfinde das leben der letzten tage trotz punktueller highlights als größtenteils monoton und nicht als lebenswert. meine mitmenschen sind – mit wenigen ausnahmen – nicht zu ertragen, weil anstrengend oder dumm oder beides. das alltägliche leben ist eine einzige quälerei.

ich sitze vor dem fenster, starre auf die straße und fühle mich alleine. der gedanke, der mich beherrscht, heißt „ich will nach hause zu meiner mama“. wohl wissend, dass ein besuch in der heimat bei meinen eltern immer mit anstrengung und mit sich-zurücknehmen verbunden ist. das bild, das ich dabei vor augen habe, ist mein kinder- bzw. jugendzimmer in unserer früheren altbauwohnung, wo man nachts durch die holzfensterläden die lichter der vorbeifahrenden autos sehen konnte. das dazu gehörende rauschende geräusch sowie die lichtbewegung verkörpern für mich heimat sowie ruhe und entspannung.

mir sind gefühlte einhunderttausend dinge bewusst, die ich machen sollte und müsste. durchaus wichtige dinge, um mein studium abzuschließen oder um eine entscheidung bzgl. meiner wohnsituation zu treffen. ich bin eine erwachsene frau, die nach außen hin scheinbar kompetenz sowie ein offenes wesen ausstrahlt. keine ahnung, woher das kommt. momentan habe ich genug damit zu tun, nicht am schreibtisch sitzend in tränen auszubrechen. ohne offensichtlichen grund.

bewundernswert daher der nachbar, der trotz grauer wolken und schneeregen im dritten stock bei offenem fenster auf der fensterbank steht und eben jene putzt. scheint, als bereite er sich auf einen frühling mit sonne vor.

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