etwas grünes.

die lesende minderheit gab für märz & april das motto aus „lies ein buch mit einem grünen cover“. zufällig entdeckte ich in der hiesigen stadtbibliothek einen geeigneten klassiker:

grimms märchen

grimms märchen…der froschkönig

ganz klar, dachte ich, die meisten märchen würde ich kennen, aber die bilder…ein einziges großes HACH. schon beim ersten durchblättern habe ich mich in die bilder und zeichnungen von daniela drescher verliebt. romantisch, verträumt, naturnah. leuchtende farben in den ganzseitigen abbildungen werden ergänzt von kleinen bleistiftzeichnungen und schattenrissen am anfang oder ende eines märchens.

grimms märchen

grimms märchen…zwischen den zeilen

womit ich nicht gerechnet hatte, war die durchaus märchenhafte sprache. nicht vereinfacht oder gar verkitscht, haben der verlag urachhaus und sein lektorat hervorragende arbeit geleistet, indem sie alte redewendungen oder worte in den erzählungen beibehalten haben. zitat auf der letzten seite des buches

Die vorliegende Ausgabe folgt dem Text der siebten Auflage der Kinder- und Hausmärchen von 1857.

grimms märchen

grimms märchen…sneewittchen

das buch enthält, wie der titel es verspricht, 100 märchen der gebrüder grimm – die bekannten wie „sneewittchen“ und „der froschkönig“ und „aschenputtel“ (mit dem schönsten prinzessinnenkleid, das jemals gemalt wurde) aber auch unbekanntere erzählungen wie „der gevatter tod“ oder „das mädchen ohne hände“.

ich glaube, dieses märchenbuch hätte ich mir als kleines mädchen gewünscht (obwohl ich meines auch sehr mochte und immer noch mag), lädt es doch zum träumen und zum verweilen ein. es eignet sich wunderbar zum vorlesen als auch zum selbst lesen. (so, und ich kauf mir jetzt dieses märchenbuch.)

bei der lesenden minderheit findet ihr weitere grüne lesevorschläge.

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„die 100 schönsten märchen der brüder grimm“, bilder von daniela drescher, verlag freies geistesleben & urachhaus gmbh, stuttgart 2012.

alle rechte an diesem buch sind dem urachhaus verlag vorbehalten. die hier dargestellten fotografien (die qualität bitte ich zu entschuldigen!) habe ich aufgenommen.

stop. ein #aufschrei.

lesenswert: ein sehr leidenschaftlicher und durchaus wahrer artikel von kiki.

hier ein auszug:

[…] Frauen, die laut und deutlich „nein!“ sagen, müssen sich fragen lassen ob sie frigide sind, ob sie lesbisch sind, ob sie verheiratet sind oder gerade ihre Tage haben – das eigene Ego des Angreifers ist so riesig aufgeblasen, daß kein Platz ist für den Gedanken, er selbst sei vielleicht einfach nur ein jämmerliches Stück Scheiße und wenig attraktiv für 99,2% aller Frauen, die er auf diese Weise anmacht. […]

ich musste dabei an dieses foto denken:

der dazugehörende twitter-hashtag #aufschrei ist beängstigend, berührend und aufrüttelnd. mich macht er sprachlos, lässt mich wütend und machtlos zurück.

ich spreche nicht gerne über das thema ’sexismus im alltag‘ und mache auch grundsätzlich eher einen bogen um gender- oder feminismus-diskussionen. für mich sind diese themen eng miteinander verwoben und meist führen solche diskussionen von einem thema über das andere hin zu jenem und wieder zurück. meist sind diese gespräche außerdem unreflektiert, werden unsachlich, vermengen unlogische schlussfolgerungen mit persönlichen ansichten und oft auch mit persönlichen angriffen.

ich bin es leid.

vor einigen jahren habe ich in solchen diskussionen noch gerne mitgemischt, immer leidenschaftlich und immer voll bei der sache. dass es bei feminismus nicht nur um rechte von frauen geht, sondern daraus folgend auch um mehr freihehit für den mann und das gleichberechtigte teilen von verantwortung, woraus sowas wie humanismus entstehen kann, wurde nicht verstanden. dass emanzipation als allgemeingültiger begriff für das unabhängig/selbstständig-werden, oder anders für ‚eigenständigkeit erhalten‘, einer person oder einer gruppe steht, hat ebenfalls niemand begriffen. auch dass wir frauen die männer nicht unterdrücken wollen oder nicht die herrschaft an uns reißen wollen, wurde nicht verstanden. nein, es ging um ‚lilafarbene latzhosen‘, um besitzstandsdenken und um das bewahren von vorurteilen.

es ist ermüdend. es ist anstrengend. es ist oftmals hoffnunglos.

aber die sache an sich ist es wert. daher: weitermachen.

edit: hier noch weitere lesenswerte artikel anderer intelligenter menschen.

zwischen arschklaps und #aufschrei. von diemutti

besser spät als nie: die sexismus-debatte. von happyschnitzel

wie lappalien relevant werden. von antje schrupp

danke, opa. von picki

ohne worte. ein #aufschrei. von littlejamie

es geht nicht um mich. von kaltmamsell

bambule.

Bambule [bamˈbuːlə] ist ein Begriff aus der deutschen Gaunersprache, der das Trommeln mit allen möglichen Gegenständen innerhalb und außerhalb von Gefängniszellen als eine von Häftlingen praktizierte Form des Protestes bezeichnet. Das Wort leitet sich von dem ursprünglich wohl afrikanischen Tanz Bamboule (auch Bamboula) ab, der heute noch in Louisiana bekannt ist.

so teilt es uns wikipedia mit. bambule ist außerdem auch das neue magazin auf zdf.neo, das von frau kuttner moderiert wird. nun mag ich diese person in der art ihrer moderation und ihrer wirkung überhaupt nicht. lemming, der ich allerdings bin, folge ich dem hype um die wunderbar degradierte zdf.neo-sendung neo.paradise, wo bambule vorgestellt wurde und wo schon im trailer ersichtlich war, dass es sich hier nicht um das nächste 08/15-pseudo-service-fernseh-magazin handeln wird. (uff, langer satz. luft holen.) Weiterlesen