nablopomo #07

Ich habe keine Ahnung, was ich heute schreiben soll. Irgendwie füllen Bilder einen Blogbeitrag doch schneller als Worte, aber das Schreiben macht mir wesentlich mehr Spaß.

Dabei stelle ich gerade fest, dass ich morgens nach dem Aufstehen wesentlich einfacher ein Thema finde und alles leichter fließt: Ideen, Worte, Kaffee. Ich bin nach dem Aufwachen mit meinen Gedanken noch viel mehr bei mir. Im Lauf des Tages bewegen sie sich immer weiter weg, hin zu Arbeit, Partner oder grundsätzlichem Alltagsgedöns. Abends muss ich mich erst einmal wiederfinden unter den ganzen Eindrücken und Beeinflussungen von außen.

Manchmal fällt mir das durchaus leicht. Zufällig habe ich vor ein paar Minuten noch Shooter Jennings gehört, mit einem Cover von „I’m A Long Way From Home“ – es gibt kaum einen anderen Song, der Sehnsucht so treffend vertont und dabei so beruhigend auf mich wirkt. Ich mag das sehr. Ich bin in solchen Momenten wieder mehr bei mir als zu anderen Zeitpunkten des Tages.


Dieser Artikel erscheint im Rahmen des #NaBloPoMo, den @makellosmag für den Juli ausgerufen hat. An die unverbindlichen Themenvorschläge halte ich mich sporadisch bis gar nicht. Erkenntnis des Tages: Vormittags lange Texte, abends kurze Texte.

nablopomo #06

Die BRAVO hat noch nichts von Feminismus, Empowerment oder Gleichberechtigung gehört. Stattdessen verbreitet sie noch immer die Mär, dass Mädchen nur Interesse an Jungs und MakeUp haben (siehe Nachträge unten) und überhaupt nur immer lächeln sollten, um charmant und sexy zu sein – nichts anderes können wir wollen:

bittelächeln

Alles ausgemachter Blödsinn. Im Folgenden eine kleine Anleitung, was aus meiner Sicht wirklich für eine „Hammer-Ausstrahlung“ sorgt. Bittedanke.

how to be yourself vertrauen muteinzigartig liebe selbstthats it

Warnhinweis: Bei Beachtung dieser Komponenten kann es zu Irritationen in der Umwelt kommen, da andere Menschen möglicherweise noch nicht so weit sind. Lass dich davon nicht beeinträchtigen – keep calm and carry on!

Nachtrag 1:
Der Artikel wurde mittlerweile von der BRAVO kommentarlos gelöscht. Ursprünglich führte dieser Link zu 100 Tipps, wie Mädchen eine „Hammer-Ausstrahlung“ bekommen und sich jeden Jungen angeln können.

Nachtrag 2:
Meike Lobo hat einen lesenswerten Brandbrief „Das passive Mädchen oder #flirtennachbravo“ dazu geschrieben.

Nachtrag 3:
Das Internet vergisst nichts. Die BRAVO hat den Artikel bereits 2012 schon einmal veröffentlicht. Was es nicht besser macht.


Dieser Artikel erscheint im Rahmen des #NaBloPoMo, den @makellosmag für den Juli ausgerufen hat. An die unverbindlichen Themenvorschläge (heute: „Im Gegenteil“ – deswegen auch so viele Bilder statt des üblichen Textes) halte ich mich sporadisch bis gar nicht. Ansonsten: Girlpower!

nablopomo #05

Na, das mit dem #NaBloPoMo hat ja bislang suuuuper funktioniert. Nicht. Nach  „Hitzefrei“ kam „Migräne“ , zwischendurch noch „Arbeit“ und schließlich „der Mann ist wieder für 4 Tage zu Hause“ – also das ganz normale Leben. 

Mein Leben ist ja sehr lebenswert. Ich muss das einfach mal schriftlich festhalten. Zu oft hadere ich oder vergrabe mich in depressiven Phasen und grüble vor mich hin.

Mein Leben ist lebenswert.

Ich habe einen Job, in dem ich sehr eng mit meiner Chefin zusammen arbeite und wo ich sehr geschätzt werde. Da es sich um einen Teilzeitjob handelt, habe ich nachmittags frei – bei Sonne kann ich also draußen rumwursteln, Balkon und Blumen genießen, Eis essen gehen, Rad fahren, rumliegen und lesen. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Zwar bleibt das Geld etwas auf der Strecke, allerdings ist mein Partner großzügig genug, mich aufzufangen. Überhaupt ist er mein Lieblingsmensch. Er ist die zentrale Säule meines Lebens, sowohl im positiven als auch im negativen. Es kommt hinzu, dass seine und meine Freunde und Freundinnen mehr als genug Stoff für ein abwechslungsreiches Leben bieten. Irgendwie passiert irgendwo immer irgendwas und meist haben wir viel Spaß dabei. Manchmal auch nicht so, und hin und wieder ist einfach alles vollkommen absurd.

Wenn ich mir also – nach dem heutigen Motto „Mein Leben, das Buch!“ – einen Schriftsteller für mein Leben wünschen könnte, dann wäre das Jasper Fforde. Der kann selbst ein in Parallelwelten stattfindendes Alltagsleben beschreiben und ist das mal doch etwas ruhiger, kommt einfach noch eine Absurdität oben drauf. Hauptsache unterhaltsam und lebenswert.

Wenn es übrigens darum ginge, welchen Satz ich am Ende meines Lebens gerne als Beschreibung auf meinem Grabstein stehen hätte, dann wäre das dieser von dem unvergleichlichen Douglas Adams:

„I love deadlines. I love the whooshing noise they make as they go by.“

Whoooooooooosh.


Dieser Artikel erscheint im Rahmen des #NaBloPoMo, den @makellosmag für den Juli ausgerufen hat. An die unverbindlichen Themenvorschläge halte ich mich sporadisch bis gar nicht. Mach’s gut und Danke für den Fisch.

nablopomo #03

Ich bin heute, ob der Wärme, eher unmotiviert, etwas zu schreiben. Das liegt aber nur indirekt an den hohen Temperaturen, sondern vielmehr an den daraus resultierenden Kopfschmerzen. „Geheimnisse“ ist zudem der heutige Themenvorschlag des NaBloPoMo. Dazu fallen mir erstmal nur Belanglosigkeiten ein, aber weil ich schon mit belanglosen Befindlichkeiten angefangen habe, kann ich damit nun auch weitermachen.

Das erste offene Geheimnis:
Ich bin tätowiert. Wer mich im Alltag erlebt, erwartet das scheinbar nicht unbedingt und die meisten sind mehr als überrascht, wenn sie erfahren, dass sich unter Bluse und Blazer noch eine Rückentätowierung befindet.

Das zweite offene Geheimnis:
Ich verbringe gerne ganze Tage im Bett. Mein freier Freitag gestaltet sich hin und wieder derart, dass ich sehr lange schlafe und mir dann sukzessive die benötigten Tagesutensilien heran hole. Erst den Kaffee, dann das Frühstück, irgendwann das Netbook, später noch was zu lesen und das Telefon und am Ende auch noch das Abendbrot. Das ist für mich purer Luxus und damit kann man mich echt glücklich machen.

Das dritte nicht ganz so offene Geheimnis:
Ich bin ein sehr spiritueller Mensch. Ich glaube nicht mehr an den Gott, wie ihn uns die christlichen Kirchen vermitteln. Ich glaube erst recht nicht an diese Kirchen. (Ich bin aber durchaus der Überzeugung, dass die Arbeit, die sie in Diakonie, Pflege und sozialer Fürsorge leisten unabdingbar ist, weswegen ich weiterhin Kirchensteuer zahle.) Ich glaube allerdings an ein göttliches Allganzes, das größer ist als all das, was wir uns vorstellen können oder was wir erfassen können, und dass dieses Allganze uns leitet. Ich glaube daran, dass wir hier auf Erden Erfahrungen sammeln, die darauf abzielen, unsere Liebesfähigkeit gegenüber der Menschheit und Schöpfung zu erweitern und dabei unsere innersten Ängste fallen zu lassen. Ich glaube zudem daran, dass dieses Ziel nicht in einem Leben zu erreichen ist und dass wir bis zum Erreichen dieses Ziels wiedergeboren werden. Ich glaube außerdem, dass das, was da wiedergeboren wird, unsere unsterbliche Seele ist, die uns schützt und uns zu jedem Zeitpunkt begleitet. Das ist für mich ein sehr tröstlicher Gedanke.

…Ich schätze, das reicht an Geheimnissen für heute (und bin gerade selbst erstaunt darüber, wohin dieser Eintrag geführt hat).


Dieser Artikel erscheint im Rahmen des #NaBloPoMo, den @makellosmag für den Juli ausgerufen hat. An die unverbindlichen Themenvorschläge halte ich mich sporadisch bis gar nicht. Dieser Beitrag äußert unvermutet mein Innerstes und meine persönliche Überzeugung. Ich bitte das zu respektieren.